Sonntag, 3. Juni 2012

Eine alte Garteneibe (Taxus baccata L.) will ein Bonsai werden.


Im Frühjahr des folgenden Jahres.

Die Vitalität dieser Eibe ist bemerkenswert.
Als ich die Eibe fand, war der Wurzelballen nicht gerate vielversprechend. Da ich nicht mehr mit lebenden Wurzeln gerechnet habe, entfernte ich die alte Erde mit einen Wasserstrahl.
Die alten dicken Wurzeln waren mittlerweile alle abgestorben und haben unter der Lehmschicht einer Masse feiner Wurzeln Platz gemacht. Was erst jetzt zu erkennen war.
Denn Sand tauschte ich mit Blähton aus und 10% Torf. So war auch die Schale bedeutend leichter.
Die alte Erde sollte man nicht auf einmal entfernen, was ich aber leider machte. Wie man anhand der neuen Knospen erkennen kann, hat die Eibe diese Prozedur zum Glück aber anscheinend überlebt .

Neue Knospen

Eine alte Garteneibe (Taxus baccata L.) will ein Bonsai werden.

Im Sommer 2011

Die Aststümpfe habe ich noch weiter eingekürzt, da ich mehr neue Äste am Stammnähe brauche.
Noch mehr werde ich sie nicht mehr Einkürzen. Hoffe es war nicht schon zu früh.
Mich ärgert nur das ich die Eibe in Sand gesetzt habe.
Ich bin ehrlich, ich habe dieser Eibe am Anfang keine wirklich großen Überlebenschancen zugetraut.
Nächstes Jahr noch mal Umtopfen ? Ist wohl nicht so gut, da Eiben ja gerne Zickig reagieren. Ich werde sie auf alle Fälle Frost frei überwintere. Nächstes Jahr möchte ich außer Düngen nichts an der Eibe machen. Erst einmal soll die Eibe vital Einwachsen und austreiben, dann soll sie weiter gestaltet werden.
Mal sehen, wie ich die Carving-Arbeiten meistere....In so einen großen still habe ich noch nie Totholz bearbeitet.
Ich werde es langsam angehen lassen. Fräsen oder Fasern ziehen ?
Hoffentlich treibt er stammnah (Rückknospung) kräftig neu aus.

von hinten

Der Baum nach dem drastischen Rückschnitt

Eine alte Garteneibe (Taxus baccata L.) will ein Bonsai werden.


20.05.2011 

Die Eibe hat eine interessanten Geschichte.
Ich fand sie im Grün-Abfall ..irgend jemand wollte diese ca.250cm hoch und 1,50 breite Eibe, wohl nicht mehr in seinen Garten und warf sie weg.
Die Eibe hat einen Stammumfang von 62 cm. Eine Abschätzung des Alters anhand des Baumdurchmessers ist zwar nicht genau, weil der Zuwachs von genetischen Faktoren, der Witterung, und den Standortbedingungen abhängt.
Trotzdem schätze ich anhand des Stammumfang die Eibe auf ca.45 Jahre. Das alter habe ich anhand von Eiben-Baumscheiben ermittelt.
Wie lang sie dort schon lag, kann ich nicht sagen. Da die Eibe noch einen  kompakten Wurzelballen hatte der einigermaßen noch feucht war, entschloss ich zusammen mit meinem Sohn (alleine konnte ich die nicht heben) mitzunehmen. Zuvor habe ich die Eibe noch zurecht geschnitten damit ich sie in den Kofferraum bekam
Zuhause hatte ich zum Glück einen großen passenden Topf. 
Als Substrat nahm ich nur Sand, was sich nicht als optimal erwies, da der Sand zu lange feucht blieb und sich deshalb Fäulnis bildete.

23cm Stammdurchmesser am Stammansatz


Rechts sieht man die Verletzung die der Baum schon hatte.

Pflanzenbörse im Botanischen Garten in Würzburg 2012


Die Pflanzenbörse war dieses Jahr gut besucht, so konnten wir bei bestem Wetter nicht nur fast 30 Bonsai verkaufen, sondern konnten auch den ein oder anderen neuen Interressenten gewinnen.
3 der Bonsai sind in unseren eigenen Reihen geblieben, wir haben den Verkauf also auch selbst angekurbelt.

Botanischer Garten in Wü.




 "Little Asien"

Zugegeben, im Moment ist hier auf diesem Blog nicht viel los. Mein kleiner Hinterhofgarten steht momentan im Vordergrund. Und der macht richtig viel Arbeit, obwohl er nicht groß ist. Manchmal habe ich das Gefühl, ein kleiner Garten macht mehr Arbeit wie ein großer. Auf jeden Fall zu planen. Da es auf jeden Quadratmeter ankommt.
Was noch fehlt ist ein Bonsairegal.

Das man sieht das die Blog leere nicht unbegründet ist, und Bild sagt mehr als tausend Worte

Koibecken
Natursteinmauer
An die Wand soll noch ein Bonsairegal.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Ficus Bonsai (microcarpa) Teil 1

Die wohl bekannteste und am häufigsten verwendete Ficus-Sorte für die Bonsaigestaltung ist der Ficus microcarpa. Besser bekannt unter den Namen F. retusa

Dieser Ficus hat viele Namen, wie, indischer Laurel, Green Island, Green Gem, Spire Green, Emerald Green, Green Mound, Tigerbark, Hawaii und Nitida, Chinesisch Bayan, Fisus microcarpa, Ficus "Ginseng" , Ficus hillii, malayischen Bayan Ficus crassifolia, Ficus Long Island, Tigerbanrk Abb, Kin Männer Abb. und viele andere Namen.
All diese sind Sorten (Klone) von Ficus microcarpa und zeigen einige Variationen in der Rinde oder Blätter.

In Florida, USA, ist der Ficus microcarpa ein Großer Baum (50-60m) mit vielen Luftwurzeln und wächst in Ficus typischen Stil mit einem einzigen großen Stamm, der sich schnell in mehrere Zweige aufteilt und zu einer breiten Krone wird (Schirm-Form). In Feuchte Gebiete wird der Stamm von vielen Stämmen umgeben die aus Luftwurzeln entstanden sind. So bildet er einen kleinen Wald ausgehend von einem einzigen Baum.

Trotz der Unterschiede der vielen Arten und Varietäten lieben Ficus Wasser, vertragen jedoch keine "konstante" Staunässe (vor allem im Winter) Sie sind in der Schale Wurzelfäule gegenüber etwas empfindlich.
Der größte Pflege Fehler im Winter ist, eine dunkle Umgebung und ein übermäßiges Gießen
Daher sollte man in im Winter so hell wie möglichst stellen, und den Ficus so trocken wie möglich halten
Weil man dadurch während des Winter das Wachstum nicht stimuliert. Daher ist auf jeden Wachstumsanreiz zu verzichten. Reichlich Düngen, Beschneiden, reichlich Gießen, hohe Umgebungstemperatur, Pinzieren des neuen Wachstum.Trotz hellem Fenster oder Beleuchtung (im Winter) werden die Blätter größer und die Intermodien länger als Bäume, die den Sommer im Freien verbringen. Wachstum im Winter, führt nur zu unzureichende Ergebnisse und schwächen den Baum nur unnötig. Besprühen finde ich für unnötig. Idealer ist es, die Schale auf ein breites Tablett mit Lava oder Blähton zu stellen, auf dessen Boden immer ein wenig Wasser ist.
In sehr dunklen Wintermonate wie z.B.der Januar, macht eine Zusatzlicht, das zur Erhöhung der schwachen Strahlung im Winter bei der Fensterbankkultur, Sinn.
Ich verwende dazu "Drei- oder Fünfband- Leuchtstofflampen"

Im laufe der Jahre habe ich gemerkt das der Ficus ein all zu grobes Substrat nicht mag. Die ideale Erdmischung aus meiner Erfahrung besteht aus, gleiche teile Akadama, Torf, und feinen Blähton.

Nicht zu unterschätzen sind "Spinnmilben" Die Viecher lieben Ficus und können einen ganzen Baum Killen.
Aber Vorsicht ! Einige Arten, wie Ficus z.B. microcarpa, sind Insektiziden, Fungiziden und andere chemischen Produkten gegenüber sehr empfindlich. Bei dem Wirkstoff "Dimethoat" z.B. bekommen ein Großteil der Blätter schwarze Flecken. Oder bei phosporhaltigen Insektiziden werden die Blätter gelb und fallen ab. Der Wirkstoff "Acequinocyl" haben meine Ficus gut vertragen.
Schimmel und Trauermücken (Trauermücken "die Pflanze Trauert") ist immer ein Zeichen das man den Baum zu nass hält. Oder das Substrat zu lange nass bleibt.


Einer meiner ersten Bonsai der dazu aus einem Steckling entstand.
 10.07.2006


 Ficus microcarpa
Chinese Banyan
Gestaltet seit 1993
Alter: 17 Jahre
Herkunft: Steckling
Baumhöhe ohne Schale 45 cm
Bonsaigefäß: Keramikschale

Der oben abgebildete Ficus microcarpa Variante hat eine  helle Rinde, fast weiß.
Die Variante "Tigerbark " sind gesprenkelt, mit weiße oder graue Flecken auf der Rinde. Es gibt auch Varianten mit runden Blätter. Der im Handel under den Namen Ficus panda verkauft wird.
Die kleinste Blatt Form wird als "Melon Seed" bezeichnet, und hat eine gelbliche-grüne Blatt Farbe.

Die Chinesische Banyan ist einer der schönsten Bäume für den Innen-Bereich, und verträgt wirklich eine breite Palette von Bedingungen. Bei mir sogar schon kurzfristig null Grad. Er hat guten Bonsai-Charakter schöne Rinde, Wurzeln und ist hervorragend schnitt-verträglich. Er ist gut für Anfänger geeignet.
Leider werden im Hantel meistens extra für den europäischen Markt (Chinesische Massenware) gezogene typische "S" Formen angeboten. Man sollte sich bessere Ficus aus Stecklinge selbst ziehen in Ficus typischen Stil.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Bonsaischalen Töpfern

Meine erste Handgearbeitete Kaskadenschale ohne Form in der sogenannten Plattenbauweise  
So langsam gesellt sich ein zweites Hobby neben Bonsai ( außer Fotografieren) an, das Töpfern von Bonsai- und Beistellschalen. Dazu mutiwiert durch ein Ak-Mitglied http://prschalen.blogspot.com/ der schon länger Töpfert.