Donnerstag, 8. Dezember 2011

Ficus Bonsai (microcarpa) Teil 1

Die wohl bekannteste und am häufigsten verwendete Ficus-Sorte für die Bonsaigestaltung ist der Ficus microcarpa. Besser bekannt unter den Namen F. retusa

Dieser Ficus hat viele Namen, wie, indischer Laurel, Green Island, Green Gem, Spire Green, Emerald Green, Green Mound, Tigerbark, Hawaii und Nitida, Chinesisch Bayan, Fisus microcarpa, Ficus "Ginseng" , Ficus hillii, malayischen Bayan Ficus crassifolia, Ficus Long Island, Tigerbanrk Abb, Kin Männer Abb. und viele andere Namen.
All diese sind Sorten (Klone) von Ficus microcarpa und zeigen einige Variationen in der Rinde oder Blätter.

In Florida, USA, ist der Ficus microcarpa ein Großer Baum (50-60m) mit vielen Luftwurzeln und wächst in Ficus typischen Stil mit einem einzigen großen Stamm, der sich schnell in mehrere Zweige aufteilt und zu einer breiten Krone wird (Schirm-Form). In Feuchte Gebiete wird der Stamm von vielen Stämmen umgeben die aus Luftwurzeln entstanden sind. So bildet er einen kleinen Wald ausgehend von einem einzigen Baum.

Trotz der Unterschiede der vielen Arten und Varietäten lieben Ficus Wasser, vertragen jedoch keine "konstante" Staunässe (vor allem im Winter) Sie sind in der Schale Wurzelfäule gegenüber etwas empfindlich.
Der größte Pflege Fehler im Winter ist, eine dunkle Umgebung und ein übermäßiges Gießen
Daher sollte man in im Winter so hell wie möglichst stellen, und den Ficus so trocken wie möglich halten
Weil man dadurch während des Winter das Wachstum nicht stimuliert. Daher ist auf jeden Wachstumsanreiz zu verzichten. Reichlich Düngen, Beschneiden, reichlich Gießen, hohe Umgebungstemperatur, Pinzieren des neuen Wachstum.Trotz hellem Fenster oder Beleuchtung (im Winter) werden die Blätter größer und die Intermodien länger als Bäume, die den Sommer im Freien verbringen. Wachstum im Winter, führt nur zu unzureichende Ergebnisse und schwächen den Baum nur unnötig. Besprühen finde ich für unnötig. Idealer ist es, die Schale auf ein breites Tablett mit Lava oder Blähton zu stellen, auf dessen Boden immer ein wenig Wasser ist.
In sehr dunklen Wintermonate wie z.B.der Januar, macht eine Zusatzlicht, das zur Erhöhung der schwachen Strahlung im Winter bei der Fensterbankkultur, Sinn.
Ich verwende dazu "Drei- oder Fünfband- Leuchtstofflampen"

Im laufe der Jahre habe ich gemerkt das der Ficus ein all zu grobes Substrat nicht mag. Die ideale Erdmischung aus meiner Erfahrung besteht aus, gleiche teile Akadama, Torf, und feinen Blähton.

Nicht zu unterschätzen sind "Spinnmilben" Die Viecher lieben Ficus und können einen ganzen Baum Killen.
Aber Vorsicht ! Einige Arten, wie Ficus z.B. microcarpa, sind Insektiziden, Fungiziden und andere chemischen Produkten gegenüber sehr empfindlich. Bei dem Wirkstoff "Dimethoat" z.B. bekommen ein Großteil der Blätter schwarze Flecken. Oder bei phosporhaltigen Insektiziden werden die Blätter gelb und fallen ab. Der Wirkstoff "Acequinocyl" haben meine Ficus gut vertragen.
Schimmel und Trauermücken (Trauermücken "die Pflanze Trauert") ist immer ein Zeichen das man den Baum zu nass hält. Oder das Substrat zu lange nass bleibt.


Einer meiner ersten Bonsai der dazu aus einem Steckling entstand.
 10.07.2006


 Ficus microcarpa
Chinese Banyan
Gestaltet seit 1993
Alter: 17 Jahre
Herkunft: Steckling
Baumhöhe ohne Schale 45 cm
Bonsaigefäß: Keramikschale

Der oben abgebildete Ficus microcarpa Variante hat eine  helle Rinde, fast weiß.
Die Variante "Tigerbark " sind gesprenkelt, mit weiße oder graue Flecken auf der Rinde. Es gibt auch Varianten mit runden Blätter. Der im Handel under den Namen Ficus panda verkauft wird.
Die kleinste Blatt Form wird als "Melon Seed" bezeichnet, und hat eine gelbliche-grüne Blatt Farbe.

Die Chinesische Banyan ist einer der schönsten Bäume für den Innen-Bereich, und verträgt wirklich eine breite Palette von Bedingungen. Bei mir sogar schon kurzfristig null Grad. Er hat guten Bonsai-Charakter schöne Rinde, Wurzeln und ist hervorragend schnitt-verträglich. Er ist gut für Anfänger geeignet.
Leider werden im Hantel meistens extra für den europäischen Markt (Chinesische Massenware) gezogene typische "S" Formen angeboten. Man sollte sich bessere Ficus aus Stecklinge selbst ziehen in Ficus typischen Stil.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Bonsaischalen Töpfern

Meine erste Handgearbeitete Kaskadenschale ohne Form in der sogenannten Plattenbauweise  
So langsam gesellt sich ein zweites Hobby neben Bonsai ( außer Fotografieren) an, das Töpfern von Bonsai- und Beistellschalen. Dazu mutiwiert durch ein Ak-Mitglied http://prschalen.blogspot.com/ der schon länger Töpfert. 


Wild auf Rosen Rosenbonsai Teil 3

Was mir besonders an der Igelrose gefällt, ist ihre wunderschöne Rinde, die leicht glänzend, glatt und einzigartige Brauntöne besitzen kann , und die kleinen gefiederten Blätter.
Was die übrigen Eigenschaften für mich betrifft, sind es die zarten rosa Blüten. Sie passen zwar von der grüße nach nicht zum Baum, sind aber trotzdem nett anzusehen.

Da sich die Blütenknospen an den enden des neu Austrieb im Frühjahr (Mai) bilden, sollten diese bis zur Blüte wachsen gelassen werden, wenn man Blüten genießen will.
Zwar wächst die Igelrose dann während der Blüte aus der Form, aber gerate die Blühte macht den Reiz eines Rosenbonsai's ja aus.
Wenn man auf Früchte verzichten kann, sollten man lieber die Reste der verblühten Blüte, die sich sonst zu Kastanien ähnlichen Hagebutten (leckere Marmelade) entwickeln, entfernen, weil sie sonst der Rose viel kraft kosten. Nach der Blüte schneitet man dann auf ein bis zwei Blätter zurück.

In der Strukturierungsphase während des Sommers (Juli) kann man auch einen Blattschnitt vornehmen, die Rose sollte aber gesund und kräftig sein. Dann scheint die Igelrose nicht darunter zu leiden, vielmehr wirkt der Rück-Blattschnitt förderlich . Die Igelrose kann in der Wachstumszeit drei bis viermal neue Triebe bilden bis in den Herbst hinein.

Igelrosen oder wie alle Wildrosen verliert gerne Zweige im Inneren , darum sollte man im vorderem Bereich der Äste stark zurückschneiden. Triebe kann man schneiden wenn sie 5-10 cm gewachsen sind. Stärkere Äste schneidet man am besten im Frühjahr vor Einsetzen des Wachstum, und sollten Anschließend mit einem scharfen Messer (am besten mit einem Abbrechmesser) nachgearbeitet werden . Die Wunden verheilen in der Regel recht schnell.

Umtopfen sollte man Anfang Frühjahr vor einsetzen des Wachstum was bei Rosen schon recht früh im Jahr beginnen kann. Daher sollte man die Knospen auch vor "Spätfröste" schützen. Die Wurzeln wachsen recht schnell, weshalb die jungen Rosen jedes Jahr und die weiterentwickelten alle zwei Jahre umgepflanzt werden sollen.

Als Substrat verwende ich Torf, Blähton, Bims und Akadama.

Rosen haben einen recht hohen Wasserverbrauch. Ein Austrocknen des Substrat kann schnell zum Tod der Rose führen.
Trotzdem muss man Staunässe vermeiden. Reichliches Düngen bringt viel Zuwachs .

Im allgemeinen ist die Igelrose frosthart aber bei der Frostresistenz bin ich mir noch nicht ganz sicher. Am Anfang hatte ich veredelte Igelrosen die den Winter gut überstanden.
Sehr Junge (Stecklinge) sind mir aber bei den jetzigen Strängen Winter erfroren. Und da ich jetzt mehr auf "Wurzelechte" gehe. Überwintere ich lieber Frostfrei bei +5° Trotzdem sätze ich die Igelrose leichten Frost aus. Wegen der Blütenbildung.

Der Standort Im Sommer sollte am besten Sonnig ( mit ausreichend Bodenfeuchtigkeit) bis halbschattig gewählt werden. Steht die Rose zu schattig oder zu eng an anderen Pflanzen , kann sie leicht Pilzkrankheiten bekommen.

Die Zweige der Rose wachsen meist gerade, so dass die Gestaltung durch wiederholtes Beschneiden - komponiert mit Drahten am sinnvollsten ist. Drahten sollte man nur bei Zweigen durchführen die nicht älter als ein Jahr sind. Da die Rose roxburghii eine Papierartige Rinde (ähnlich der Platane, Birke) hat sollte man vorsichtig drahten. Auch wächst der Ast den Draht recht schnell ein.
Rosenäste sind sehr brüchig, ich habe gute Erfahrungen mit Spanndrähte gemacht.

Montag, 14. September 2009

Taubenschwänzchen zu Besuch


Ein Taubenschwänzchen hat einer meiner Blauregenblüten besucht !
Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)  ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwärmer . Sein deutscher Name leitet sich vom zweigeteilten Haarbüschel am Hinterleibsende ab, das eine gewisse Ähnlichkeit mit den Schwanzfedern von Tauben aufweist. Als Wanderfalter ist das Taubenschwänzchen in fast ganz Europa bekannt. Wegen seines auffälligen Flugverhaltens, das dem eines Kolibris ähnelt.

Freitag, 11. September 2009

Wild auf Rosen - Wildrosen-Bonsai ? Teil 2

Pflanzenbeschaffung:

Leider kann man Rosa rox. als Bonsai selten bewundern.
Auch in Gärten findet man sie leider nur selten.
Ausgehend vom einem Steckling oder anderen Methoden (Aussaat) der Vermehrung ist die Gestaltung keineswegs so kompliziert, in ein paar Jahre kann man ein Exemplar erhalten, wie ich glaube, das Respekt verdient.
Anhand meiner Rosengestaltungen möchte ich dies andeutend zeigen und dazu ermuntern, die Sammlung durch Besonderheiten zu schmücken !
Natürlich durch Rosenbonsais !

Stecklingsvermehrung :


Die Stecklingsvermehrung wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt durchgeführt, damit die Jungpflanzen genügend ausreifen können und den Winter sicher überstehen.
Begonnen wird nach der Blühte, Ende Mai. Der Steckling darf weder zu hart, noch zu weich sein.
Über den richtigen Stecklingsschnitt kann man sich streiten. In der Regel sagt man, das der Steckling kurz unter einem Nodium geschnitten wird. Ich empfehlen, den Steckling mit einem Stück Rinde vom alten Holz abzureißen und die Rindenzunge bis auf einen kleinen Rest einzukürzen. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht !
Die Länge des Steckling sollte zwischen 15 und 25 cm sein. Die unteren Blätter werden entfernt.
Man sollte aber so viel Blätter wie möglich dran lassen, weil man sonst seine Assimilationsfläche und damit um einen Teil wurzelbildender Stoffe beraubt.
Um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt es Wuchsstoffe Indolbuttersäure (zeit neusten verboten) zu verwenden.
Ein Stecklingssubstrat soll nährstoffarm sein (nicht nährstofffrei) und wegen der Anfälligkeit der Stecklinge für Krankheiten absolut keimfrei sein. Je nährstoffreicher ein Vermehrungssubstrat, desto schlechter die Bewurzelung. Eine Pflanze in einem nährstoffarmen Substrat muß auf die Suche nach den wenigen Nährstoffe viele Wurzeln ausbilden.
Ein altbewährtes Substrat, das all diese Voraussetzungen erfüllt, ist Torf-Sand-Gemisch im Verhältnis 1:1. Besser als Torf ist Aussaaterde. Der Sand solte eine Körnung von 1-bis 3 mm haben. Anstelle von Sand als Zuschlagstoffe eignet sich auch Bims oder Blähton.
Die Form der Gefäße - Schale, Kisten oder Blumentöpfen - hat nur untergeordnete Bedeutung. Wichtig ist ein ausreichender Wasserabzug und das das Gefäße nicht zu klein ist.
Grundsätzlich wird so flach wie möglich gesteckt. Neben der Standfestigkeit muß eine ausreichende Sauerstoffzufuhr an der "Bruchstelle" gewährleistet sein.
Der Steckling entnimmt seinen Wasserbedarf vorwiegend der Luft. Aus diesem Grund soll die relative Luftfeuchtigkeit der Umgebung so hoch wie möglich gehalten werden. Verbraucht ein Steckling mehr Wasser, als er aufnehmen kann, beginnt er zu welken.
Vermehrungseinrichtungen müssen deshalb möglichst dicht gegenüber der Außenluft abschließen, damit im Inneren eine möglich hohe relative Luftfeuchtigkeit erreicht wird. Es ist zu empfehlen das zwischen Stecklinge und Abdeckung ein größeren Luftraum vorhanden ist. Hier leisten größere Einweckgläßer oder Aquarien gute Dienste, die man über die Vermehrungsgefäße stülpt.
Die Vermehrungseinrichtungen jeglicher Art sind vor direkter Sonnenbestrahlung zu schützen, um eine übermäßige Erwärmung im Innenraum zu verhindern.
Man sollte aber so wenig wie möglich die Abdeckung öffnen, damit die Luftfeuchtigkeit nicht entweichen kann und keine Pilzsporen eindringen können. Auch wenn einen die Neugier blakt ! Wenn die Stecklinge Wurzeln gebildet haben, nach ca 3-4 Wochen, muss man sie langsam abhärten, in dem man langsam die Abdeckung immer weiter aufmacht.
Die Rosen sollte man Windgeschützt bei -0° bis -5°überwintern.
Die ersten zwei Jahre sollte man die Steckling wachsen lassen und nicht Umtopfen und möglichst nicht in die pralle Sonne stellen !!

Freitag, 31. Juli 2009

Bonsai-Ausstellung vom Bonsai-Treff-Würzburg


Bonsai-Ausstellung vom Bonsai-Treff-Würzburg

im Rahmen der Länderpräsentation Japan auf der Mainfranken-Messe in Würzburg

Ulli Assel und Kai Dunkel (Mainfranken 24) haben einen Rundgang über die Mainfranken-Messe gemacht.

Auch in Halle 2 "Japan" wo wir unsere Bonsai Ausstellung hatten, haben sie gefilmt.

http://www.youtube.com/watch?v=AOgIkXCW470

Mittwoch, 17. Juni 2009

Die kleine Wilde


Die Frontseite im Herbst 2009

Die Rückseite nach der Grundgestaltung  im Juni 2009

Rose roxburghii vor ihrer erst Gestaltung   Juni 2008


Shohin:

Rosa Roxburghii hirtula

Igelrose
Gestaltet seit 2008
Alter: ca 8 Jahre
Herkunft: Steckling
Baumhöhe ohne Schale 20 cm
Bonsaigefäß : Yi-Xing Schale