Sonntag, 31. Mai 2009

Weißdorn mit Sabamiki-Stil Teil 1



Bild aufgenommen am: 30.03 2007

Crataegus laevigata
Weißdorn
Gestaltet seit 1996
Alter: ca 16 Jahre
Herkunft: Sämling
Baumhöhe ohne Schale 54 cm
Bonsaigefäß: Yi-Xing Schale

Der Weißdorn ist im Garten Mitte der 90er gekeimt.
Der Baum stand vorerst im Garten, und war etwa einen Meter hoch als er gnadenlos in den Topf wanderte.
2003 habe ich den oberen Teil Abgemoost.
Wusste damals nicht das es beim Weißdorn angeblich gar nicht geht.
Der obere Teil ist mittlerweile eingegangen.
Den unteren Baumstumpf ließ ich wieder austreiben. Eigentlich war er das Abfall bedruckt.
Durch mehrmaliges Zurück schneiden, haben sich die Äste jetzt sehr gut verzweigt. Der Baum zeigte sich recht Vital und entwickelte sich gut.
Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dann 2007 entschlossen einen Sabamiki-Stil am Stamm anzuwenden um die große Schnittstelle zu kaschieren.

Man sieht Weißdorn Bonsai selten in Besenform-Stil

Montag, 25. Mai 2009

Blauer Blütentraum (Glyzine, Wisteria) Teil1

Blauregen Glyzinie (Wisteria) als Bonsai

Wistria sinensis
Blauregen
Gestaltet seit 2006
Alter: ca 5 Jahre
Herkunft: Baumschulpflanze
Baumhöhe ohne Schale ? cm
Bonsaigefäß: Keramikschale

Bild aufgenommen am 25.05.2009

Wisteria frutescens Amethyst Falls
Blauregen
Gestaltet seit 2006
Alter: ca 5 Jahre
Herkunft: Baumschulpflanze
Baumhöhe ohne Schale ? cm
Bonsaigefäß: Yi-Xing Schale

Wisteria frutescens Amethyst Falls


Die Sorte der Südost-nordamerikanischen Glyzinie Amethyst Falls (die Sorte wurde von Lisa Head aus den USA entdeckt) eignet sich recht gut als Bonsai, wie ich finde.
Amethyst Falls ist kompakt, wächst aber langsamer als andere Wisteria sinensis und blüht schon im ersten Jahr nach Pflanzung, was für eine Blauregen sehr besonders ist.
10 bis 15 cm große, gedrungene Blütentrauben ( kein Samenansatz), bringt Amethyst Falls im Mai bis Juni und dann noch einmal mit einer wesentlich schwächeren Nachblüte im September hervor . Da Amethyst Falls jedoch später als der normale Blauregen Blüht erst nach dem Laubaustrieb sind sie leider nicht so besonders spektakulär als Wisteria sinensis am kahlen Holz. Hervorzuheben ist der bronzefarbene Austrieb und der doch intensivere und stärkere Blütenduft gegenüber anderen Sorten.

Im allgemeinen werden zwei Arten angeboten:

Wisteria floribunda, japanischer Blauregen
. Er treibt seine Blätter zusammen mit der Blüte. Nach vielen Jahren blüht er erstmalig, aber dafür langdauernd mit 50 - 80 cm langen Blütentrauben, violett, wird nur etwa 5 - 10 m hoch. Drehrichtung nach rechts.

Wisteria sinensis.
Chinesischer Blauregen, Glycine. Er treibt seine Blätter erst nach der Blüte. Die Trauben sind etwa 30 cm lang, stark duftend, 5 - 6. Höhe bis 8 - 15 m. Drehrichtung nach links, stark windend

Freitag, 27. März 2009

Bonsai Arbeitskreis in Würzburg gegründet.
























2009 wurde der Bonsai-Arbeitskreis "Bonsai-Treff-Würzburg" gegründet.

2010 Schlossen wir uns mit anderen Bonsai-Ak in der Umgebung zu einen Regional-Verbund des Bonsai-Club Deutschland e.V zusammen.
Regional-Verbund: "Main-Rhön-Spessart"

Ansprechpartner Elmer Heil elbondi@gmx.de

Die Arbeitskreise:
AK-"Spessart" http://www.spessart-bonsai.de
AK- "Hessische Rhön"

AK-"Bonsai-Treff-Würzburg" http://www.bonsai-treff-wuerzburg.de

Ak-Bonsai-Clup Schweinfurt


Unsere Hauptanliegen sind Aktivitäten rund um Bonsai, wie z.B. gemeinsame Ausflüge zu Ausstellungen, eigene Ausstellungen, Gastbesuche bei anderen AK´s, Besuch von Workshops. Erfahrungsaustausch mit anderen Bonsaifreunden und gemütliches Beisammensein.

Ziel des Regionalverband: Jedes Jahr 2 Workshops/Seminare und alle 2 Jahre eine Bonsai-Ausstellung.








Samstag, 21. Februar 2009

Wochenendausflug bei Yamadori Käflein : 29.07.2006,

Ein Geheimtipp für Bonsai Liebhaber ist Käflein Yamadori im badischen Neidelsbach leider nicht mehr. Dafür haben die vielen Bildberichte im Internet gesorgt. Aber nach wie vor ist Wolfgang Käflein die erste Adresse deutschlandweit - oder sogar europaweit - wenn es um Roh-Bonsai aus dem heimischen Raum geht.

So mancher heutige Weltklasse-Bonsai von Gestaltern wie Udo Fischer oder Walter Pall haben ihren Ursprung von Wolfgang Käflein.











Sonntag, 8. Februar 2009

Wild auf Rosen - Wildrosen-Bonsai ? Teil 1

Rosen als Bonsai ? geht das.....

Rosensorten gibt es mittlerweile wahrlich genug, und ständig kommen neue Edelrosen-Sorten dazu , die Palette der Wildrosen dagegen, ist noch halbwegs überschaubar.

Und gerade die Wildrosen sind es die mich als Bonsai Interessieren. Sicher gehen auch einige Edelrosen-Sorten als Bonsai, aber so richtig gefallen tun die mir nicht. Ich möchte erst gar nicht über die hässlichen Veredlungsstellen sprechen.

Wildrosen haben auch den großen Vorteil, dass sie gegenüber den ganzen Rosenkreuzungen nicht so pflege aufwendig und nicht so Krankheitsanfällig sind.

Seit einigen Jahren experimentiere ich jetzt schon mit Wurzelechten Wildrosen herum.

Die erste die ich vorstellen möchte und mein absoluter Favorit, ist die Japanische "Igelrose"

Die Igelrose lat. R.Roxburghii ist für die Gestaltung zum Shoin-Bonsai (Der Name SHOHIN (‐> Schohin) stammt aus dem japanischen und bezeichnet Bonsai mit max. 25cm Höhe) geeignet. Aber auch als mittelgroßer Bonsai ist sie problemlos zu gestalten. Und da passen dann auch die 5-8 cm großen blühten die im Mai/Juni kommen besser.

Herkunft 1908 in China entdeckt

Wuchs bis 2,5 m hoch, sparrig ,Rinde am alten Holz wie bei einer Platane abblätternd, mäsig bestachelt, hellgrünes, farnartiges Laub mit 13-15, mitunter sogar 17-19 Blättchen. als Bonsai werden die Blätter deutlich kleiner.

Blühte weiß bis blassrosa, einfach (5-7 cm Durchmesser)eine Blühte je Rtiel, leichter Duft, Juni

Hagebutte grün, mittelgroß, flachkugelig und rundum stachlig wie eine Kastanie, grün bleibend, schon im August abfallen.

Die Igelrose gehört zu den wenigen Fällen in denen zuerst eine gefüllte Varietät (1814) nach Europa gelangt war und dann erst fast hundert Jahre späte, die Wildart (1908) in China gefunden wurde. Dr Roxburgh war Amateur-Botaniker Im Jahr 1814 hatte er eine ihm unbekannte Rose von Kalkutta aus nach England geschickt, die allerdings erst 1824 zum Blühen kam. Über den Naturstandpunkt ist nichts bekannt.

Gefüllte Formen von Wildrosen entstehen wenn ihre Staubgefäße kornblattartig wachsen. Solche Mutationen sind zufällige, spontane Veränderungen ohne gezielte Züchtungen. So können einfache Rosen in der Natur zu halbgefüllte bis schließlich dichtgefüllte neue Formen entstehen

Besondere Merkmale bei R. rox. sind, dass sich bei älteren Pflanzen die Rinde abschält. Die roxburghii Rose sind übrigens die einzigen Vertreter dieser Untergattung. Zu ihnen gehört R. roxburghii Tratt. var hirtula eine Varietät die kaum von f. normalis abweicht.

Die Igelrose ist eine besondere Rose, mit einer unendlichen Geschichte. Von der verzwickten Abstimmungsgeschichte einmal abgesehen, ist die Igelrose wirklich eine Rarität. Sie ist die einzige Rose, die der prähistorische R. akashiensis ähnelt, der vermutlich älteste Rose der Welt.

R. akashiensis gilt zwar als ausgestorben, aber die heute noch erhältlichen R rox f. normalis und R rox. var. hirtula kommen dieser Vorstellung sehr nahe wie sie Ausgesehen hat.


Besonders die kleinen Blättern, die in der Schale noch kleiner werden, macht diese Rose als Bonsai so Interessant. Auch wegen ihren Baumartigen Wuchs macht sie besonders Schnitt verträglich .



Mein erster Rosen-Bonsai (2007) Rosa rox. Ein Fehlschlag !


Pflanzenbeschaffung ,Dazu mehr im Teil 2
Siehe Pflege Tipps Teil 3